dient oft als Beschreibung für die Politik rassistischer Protestparteien. In der Forschung ist umstritten, ob es sich bei Rechtspopulismus um eine Ideologie handelt oder um einen Politikstil von Parteien der radikalen Rechten (vgl. ||rechtsradikal). Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer kritisiert den Begriff »Rechtspopulismus« als verharmlosend und spricht von einem autoritären Nationalradikalimus.1 Fest steht: Rechtspopulist*innen arbeiten mit Gegensätzen, die von einem »reinen ||Volk« sowie einer »korrupten (politischen) Elite« ausgehen und mit einem Nationalismus, bei dem ||Migranten, insbesondere ||Geflüchtete, als Eindringlinge und Bedrohung dargestellt werden. Vertreter*innen des Rechtspopulismus bzw. Rechtsradikale treten oft als vermeintliche Hüter*-innen der demokratischen Ordnung auf.

  1. Wilhelm Heitmeyer, Autoritäre Versuchungen, Suhrkamp, 2018