ist ein Schlagwort, das Anfang der 2000er Jahre in der Debatte um ||Muslime in Deutschland populär wurde. Der Begriff ist inhaltlich diffus und wird verbunden mit vermeintlich ||gescheiterter Integration. Er zeichnet ein Bild homogener Minderheiten, die sich räumlich, sozial und kulturell von der Mehrheitsbevölkerung abschotten1. Ihnen wird »Integrationsunwilligkeit« unterstellt, ohne zu berücksichtigen, dass für ||Integration die gesamte Gesellschaft verantwortlich ist. Zudem ist für einen hohen Anteil von Einwander*innen in manchen Stadtteilen oft eher der Wohnungsmarkt ursächlich als ein Hang zu innerethnischen Nachbarschaften.

  1. Vgl. »Zuwanderung wird als Bedrohung empfunden«: Interview mit Klaus J. Bade mit Spiegel Online vom 24.11.2014