ist ein häufig benutztes Schlagwort in der Asyldebatte. Er sagt aus, dass es eine Krise wegen ||geflüchteter Menschen gebe. Dies kann kritisch hinterfragt werden: Gemessen an 60 Millionen Menschen, die 2015 weltweit auf der Flucht waren und der Zahl von 82 Millionen Einwohner*innen in Deutschland, erscheinen knapp eine Million Menschen, die nach Deutschland kamen, nicht sehr viel. Zudem weist der Begriff »Flüchtlingskrise« die Verantwortung den geflüchteten Menschen zu, anstatt die Ursachen für Probleme z.B. im Versagen deutscher Politik oder Strukturen zu suchen. Entsprechend könnte auch von einer Krise der Asylpolitik oder neutraler von Fluchtmigration oder Fluchtbewegung die Rede sein.