bezeichnet fortwirkende, teils neue Formen von Abhängigkeit und Ausbeutung nach dem Ende des formalen Kolonialismus.
Demnach werden ehemals kolonisierte Gebiete heute mit neokolonialistischen Mitteln indirekt von ehemaligen Kolonialmächten beherrscht, u.a. durch finanzielle (z.B. durch Kredite), aber auch politische, technologische, militärische oder kulturelle Abhängigkeiten. Postkolonialismus (Postcolonial Studies) ist eine wissenschaftliche Forschungsrichtung, die davon ausgeht, dass die Geschichte des Kolonialismus mit den historischen Unabhängigkeitserklärungen nicht vorbei war.