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Chassidismus

ist eine religiösmystische Bewegung, innerhalb des orthodoxen Judentums, die besonders im 19. Jh. in Osteuropa verbreitet war. Bedeutend dabei sind kabbalistische Konzepte und spirituelle Erlebnisse. Heute gibt es nur noch einige hunderttausend chassidische Juden, vor allem in Israel, Argentinien und den USA.

Neo-Orthodoxie

ist hauptsächlich in Westeuropa, vor allem in England, Frankreich und Deutschland, als eine Strömung der Orthodoxie verbreitet. Sie wurde im 19. Jh. in Frankfurt/ Main gegründet. Wie beim orthodoxen Judentum entspringen ihre Grundideen dem traditionellen Judentum, allerdings findet eine Öffnung zur westlichen Kultur statt, indem z.B. am öffentlichen Leben teilgenommen wird.

Orthodoxes Judentum

ist eine der großen Strömungen, neben dem konservativen und dem liberalen Judentum. Sowohl in Deutschland als auch in Israel ist sie die Einflussreichste. Zentrales Merkmal ist die strikte Einhaltung der Vorschriften (hebr.: Mizwot), also der Gebote und Verbote, die in der Thora festgelegt sind. Wenn eine Gemeinde sich als orthodox bezeichnet, bedeutet es jedoch nicht, dass alle ihre Mitglieder streng orthodox leben. Innerhalb der Orthodoxie existieren verschiedene Richtungen wie Neo-Orthodoxie, Ultraorthodoxie und Chassidismus.

Ultraorthodoxe Juden

ist eine Fremdbezeichnung für all jene orthodoxen Juden, die in geschlossenen Gemeinschaften, geschlechtergetrennt und nach strengen Regeln leben. Sie sind nicht berufstätig. Die Männer studieren lebenslang die Thora und werden meistens von Spenden oder in Israel durch den Staat finanziert. Die meisten leben in den USA und in Israel.