Grundsätzlich sollte die Herkunft von Straftäter*innen oder Verdächtigen nur dann genannt werden, wenn ein Bezug zur Tat besteht und die Information zum Verständnis notwendig ist. Gleiches gilt für »der Türke« oder »der aus der Türkei stammende« etc. Gibt es keinen sachlichen Bezug zum Tathergang, wird durch die explizite Nennung der ethnischen Herkunft von Straftäter*innen oder Verdächtigen in einer Nachricht ein vermeintlicher Zusammenhang hergestellt. Zum Vergleich: Es ist auch nicht üblich, von deutschstämmigen Täter*innen zu sprechen1.

  1. Ein sachlicher Bezug zu ethnischen, religiösen oder kulturellen Hintergründen von Straftäter*innen besteht beispielweise, wenn dieser etwa bei der Entscheidung in einem Gerichtsverfahren berücksichtigt wird