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Blackfacing

ist eine rassistische und koloniale Bühnenpraxis, bei der meist weiße Darsteller*innen Karikaturen Schwarzer Menschen spielen. Das Konzept geht zurück auf US-amerikanische »Minstrel Shows« des 18. und 19. Jh. Dabei wurden Sprache, Tanz und Musik Schwarzer Menschen von Weißen mit angemaltem Gesicht und übertrieben dicken roten Lippen karikiert.1 In Deutschland gibt es erst seit wenigen Jahren eine öffentliche Debatte über Fälle von Blackfacing. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) empfiehlt, dass Sternsinger beim Dreikönigssingen keine schwarze Schminke mehr benutzen sollten.2 In der Faschings- und Karnevalszeit ist Blackfacing jedoch nach wie vor üblich. Asiatische Menschen sehen sich durch Yellowfacing ähnlicher Diskriminierung ausgesetzt.

Weiterführende Begriffe: Schwarze Menschen, Anti-Schwarzer Rassismus, Blackfishing, Kolonialismus

BPoC

ist das Akronym für Black and People of Color. Die erweiterte Selbstbezeichnung BPoC soll Schwarze Menschen mit Rassismuserfahrungen mit einschliessen und sie explizit benennen. Der Begriff wird jedoch kritisiert, weil darin sehr heterogene Gruppen ohne Differenzierung vermengt werden.

Weiterführende Begriffe: People of Color, Schwarze Menschen, Einwanderungsgesellschaft, weiß, Wir