bezeichnet Einwohner*innen ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Als Synonym für Einwander*innen
ist er dagegen falsch, da die meisten Eingewanderten und ihre Nachkommen keine Ausländer*innen mehr sind, sondern Deutsche. Grundsätzlich verortet »Ausländer*innen« Menschen im Ausland und klingt nicht nach jemandem, der*die den Lebensmittelpunkt in Deutschland hat.
Weiterführende Begriffe: Allochthone, Menschen aus eingewanderten Familien, Einwanderer und ihre Nachkommen, Menschen mit internationaler Geschichte, Menschen mit Migrationshintergrund, Neue Deutsche, Zuwander*innen
sind eine nationale Minderheit
. Sprachforscher*innen verorten ihre ursprüngliche Herkunft in Indien und dem heutigen Pakistan. Laut Minderheitensekretariat leben ca. 60.000 Sinti*zze und 10.000 Rom*nja in Deutschland. Neben Deutsch sprechen sie als zweite Muttersprache häufig Romanes. Oft werden in der aktuellen Diskussion Einwander*innen aus Rumänien, Bulgarien oder Serbien irrtümlicherweise als »Sinti und Roma« bezeichnet. Auf sie würde gegebenenfalls nur die Bezeichnung Rom*nja zutreffen. Bei der Einwanderung nach Deutschland wird jedoch nur die Staatsangehörigkeit erfasst – es ist also nicht bekannt, welche Eingewanderten Angehörige der Minderheit sind.
Weiterführende Begriffe: Deutsche Rom*nja, Einwanderungsgesellschaft, Neue Deutsche, Osteuropäischer Herkunft
ist die Bezeichnung für Nachfahren der Roma-Gruppen
, die bereits im 14. und 15. Jh. in den deutschsprachigen Raum eingewandert sind. Sinti*zze
sind die in West- und Mitteleuropa beheimateten Angehörigen der Minderheit
. Die Bezeichnung wird jedoch nur in Deutschland, Österreich und Teilen Norditaliens verwendet. Außerhalb des deutschen Sprachraums wird Rom*nja als Name für die gesamte Minderheit genutzt. Der weibliche Singular ist Sintizza
(Plural: Sintizze
), der männliche Singular ist Sinto
(Plural: Sinti
). Eine Untergruppe der Sinti*zze sind die Manouche
, die vorwiegend in Frankreich leben.
Weiterführende Begriffe: Deutsche Sinti*zze und Rom*nja,Nationale Minderheit