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Duldung

betrifft Menschen ohne einen Aufenthaltstitel, von deren Abschiebung jedoch vorübergehend abgesehen wird, weil ihnen eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben droht oder eine Abschiebung nicht möglich ist (zum Beispiel, weil in dem Herkunftsland Krieg herrscht oder sie keine Papiere haben). Durch die Duldung wird der Aufenthalt zwar nicht rechtmäßig, aber es entfällt die Strafbarkeit wegen »illegalen Aufenthalts«.

Illegale Migranten

wurde bis vor kurzem von der Bundesregierung oder in EU-Rechtsakten für Menschen verwendet, die ohne Genehmigung einreisen oder sich ohne gültige Papiere in einem Land aufhalten. Mittlerweile wird der Begriff nur noch in manchen Medien und in rechtspopulistischen Kreisen benutzt. Gängiger ist es von illegaler oder irregulärer Migration zu sprechen; eine bekannte Parole von Flüchtlingsorganisationen lautet »Kein Mensch ist illegal«, d.h. nur Handlungen können ungesetzlich sein. Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) hat deshalb bereits 2013 beschlossen, den Terminus nicht mehr zu verwenden. In Frankreich ist die Selbstbezeichnung Sans Papiers üblich, papierlose Migranten. Weitere Alternativen: illegalisierte Migranten, irreguläre Migranten oder undokumentierte Migration.