bezeichnet meist junge Muslim*innen, die konservative Religiosität mit modernem Lebensstil zusammenbringen und ihre Zugehörigkeit zur deutschen Gesellschaft betonen. Der Begriff geht zurück auf das Buch »Zwischen Pop und Dschihad« von Julia Gerlach (2006). Mitunter werden Pop-Muslime als Akteur*innen einer jungen Protestkultur gesehen, deren Religiosität zwar zentral ist, aber vor allem als Mittel zur Provokation und Abgrenzung gilt. Daher wird Pop-Muslimen teils eine Nähe zur militant-islamistischen Szene nachgesagt. Der Begriff sollte entsprechend vorsichtig verwendet werden.

Weiterführende Begriffe: || Euro-Muslime, ||Kulturmuslime, ||Neo-Muslime, ||Pop-Dschihadismus, || Säkulare Muslime