|| Philosemitismus

bezeichnet die positive Neigung zu ||Juden und jüdischer Kultur, die teils wie bei ||Antisemitismus von einem homogenen Kollektiv ausgeht, dem bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden. Ein Motiv können zum Beispiel Schuldgefühle auf Grund der Ereignisse in der NS-Zeit sein. Der Begriff wurde erstmals im 19. Jhd. verwendet, um projüdische Linksliberale abzuwerten.

Weiterführender Begriff: ||Xenophilie

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|| Pogrom

(russ.: Verwüstung) benennt gewaltsame Ausschreitungen gegen religiöse, politische, ethnische Gruppen oder andere Minderheiten. Geprägt wurde der Begriff vor allem durch die Novemberpogrome 1938, als die Nazis die organisierte Zerstörung von jüdischen Geschäften, Häusern, Synagogen und die Verfolgung von ||Juden anordneten. Während die vom NS-Regime gelenkten Medien von der »Judenaktion« oder »Novemberaktion« schrieben, bezeichnete der Volksmund die Novemberpogrome, die den Beginn der staatlich organisierten Judenverfolgung markierten, schnell als »Reichskristallnacht« – eine verharmlosende Anspielung auf die unzähligen Glasscherben zerstörter jüdischer Geschäfte und Synagogen, die nach den Pogromen auf den Straßen lagen.

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