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Migration

Integration

ist ein Begriff, der oft im Zusammenhang mit ||Migranten fällt und als Bringschuld der Einwanderer*innen gemeint ist. Wissenschaftler*innen dagegen verwenden ihn, um Sachverhalte zu beschreiben, wie Teilhabe und Zugang zu Arbeit oder Bildung. In diesem Sinn ist bspw. von Integrationspolitik oder Integrationsprojekten die Rede. In der Berichterstattung ist oft von »gescheiterter« oder »gelungener Integration« die Rede; ebenso wie bei der Übertragung auf Personen (||Integrationsverweigerer) werden gesellschaftliche Probleme dadurch individualisiert und kulturalisiert. Alternativen: Teilhabe, Chancengleichheit.

Integrationsverweigerer

steht für die diffuse Vorstellung, dass ||Einwanderer die deutsche Gesellschaft, ihre Werte und Gesetze ablehnen würden. War anfangs noch die Rede von Menschen mit »Integrationsbedarf« und »Integrationsproblemen«, wurden daraus später »Integrationsunfähige« und »Integrationsunwillige«. Heute tauchen öfter »Integrationsverweigerer« auf. Daran wird deutlich, dass ||Menschen aus Einwandererfamilien oft eine willentliche und aktive Abgrenzung unterstellt wird, was jedoch sehr selten der Fall ist. Studien verweisen auf einen Mangel an Chancengleichheit und fehlende oder erschwerte Möglichkeiten zur Partizipation.