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Wer sind „wir“, wer sind „die Anderen“?

Kanaken

(polynesisch »Kanaka« = Mensch) ist ein Schimpfwort, wird jedoch manchmal (mit sarkastischem Unterton) als Selbstzuschreibung verwendet. Wenn Protagonist*innen sie für sich selbst verwenden, kann die Selbstbezeichnung in Medienberichten übernommen werden, sollte aber als solche erkennbar sein.

Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache

(»ndH«) ist ein abstrakter Fachbegriff, der vor allem im Bildungsbereich für Schüler*innen verwendet wird. Er ist der Versuch, bestimmte Förderbedürfnisse zu benennen, ohne Kinder einer Herkunftsgruppe zuzuordnen. Leider verbirgt sich dahinter ein defizitorientierter Blick: In der Schuleingangsuntersuchung wird allein der Frage nachgegangen, ob das Kind als erste Sprache Deutsch gelernt hat. Genauso geeignet und weniger abstrakt: Mehrsprachige Kinder, Kinder nichtdeutscher oder Kinder mit internationaler Geschichte.

Kulturbereicherer

ist zynisch gemeint und stammt aus der ||rechtsextremen Szene. Der Begriff bezeichnet ||Menschen aus Einwandererfamilien. Er soll die radikale Ablehung einer Bereicherung Deutschlands durch ||Menschen aus Einwandererfamilien ausdrücken. Seit einiger Zeit findet sich der Begriff auch öfter in der Mitte der Gesellschaft.

Weiterführende Begriffe: || Überfremdung, || Xenophobie